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Lachsargument
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Mit dem Lachsargument sahen Sprachforscher im 19. und 20. Jahrhundert den Beweis erbracht, dass sich die Urheimat der Indogermanen im nördlichen Mitteleuropa und nicht in der eurasischen Steppe befindet. Zugrunde lag die Entdeckung, dass die recht Ă€hnlichen Bezeichnungen fĂŒr den Lachs in germanischen, baltischen und slawischen Sprachen in einem proto-indoeuropĂ€ischen Wort wurzelten.

Das Lachsargument lautete: Die Ur-Indogermanen stammen von dort, wo sowohl der Lachs als auch das gemeinsame Wort fĂŒr ihn vorkommt. Dies traf nur auf das Gebiet der mitteleuropĂ€ischen FlĂŒsse zur Ostsee zu.

Diese Herleitung beruhte jedoch auf einer Fehlannahme. Die Bezeichnung der Ur-Indogermanen (heute auch: Proto-IndoeuropĂ€er) galt zunĂ€chst nicht dem Lachs (Salmo salar), sondern Unterarten der Lachs- oder Meerforelle (Salmo trutta trutta), die in den FlĂŒssen zum Schwarzen und zum Kaspischen Meer verbreitet sind. In mehr als 100 Jahren Ă€ußerten sich rund dreißig Gelehrte mit BeitrĂ€gen zum Lachsargument, bis es widerlegt war.

Contents

‱ Entstehung
‱ Begriff
‱ Beteiligte
‱ Stammformen
‱ Bedeutung
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Entstehung

„Lachs“ in der frĂŒhen Sprachwissenschaft

Siehe auch

:

Nach Sprachzweigen gegliederter Überblick der Lachswörter in aktueller Schreibweise

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts untersuchten Philologen Wörter, die in mehreren indogermanischen Sprachen Ă€hnlich lauteten. Sie galten als „urverwandt“, entweder als ur-indogermanisch oder zu einer jĂŒngeren Ursprache der „Litu-Slawo-Germanen“cite-ref-1[1] gehörend. Gemeint waren etwa die Bezeichnungen fĂŒr Meer, Löwe, Salz oder Buche.cite-ref-2[2] Das Vorkommen oder Fehlen gemeinsamer Wörter sollte RĂŒckschlĂŒsse auf die Urheimat der Indogermanen erlauben. Zu den zahlreichen Hypothesen ĂŒber ihre geographische Lage etwa im nördlichen Europa, im sĂŒdlichen Russland oder auf dem Balkan gehörten auch rassenanthropologischecite-ref-3[3] und nationalchauvinistischecite-ref-4[4] BegrĂŒndungen.

Die Sprachvergleichung deutete auf einen Mangel an indogermanischen Fischnamen.cite-ref-5[5] Selbst ein einheitliches indogermanisches Wort fĂŒr Fisch, der lateinisch piscis, in Sanskrit mĂĄtsya-, griechisch ichthĂœs und altslawisch ryba hieß, fehlte offenbar.cite-ref-6[6] Beides machte eine Herkunft der Indogermanen aus einem fischarmen eurasischen Steppen- oder Waldgebiet plausibel.cite-ref-7[7]

FĂŒr den Lachs (Salmo salar) jedoch enthielten die Nachschlagewerke, die seit den 1870er Jahren erschienen, umfangreicher werdende Zusammenstellungen Ă€hnlicher Bezeichnungen in den germanischen, baltischen und slawischen Sprachen. Ihre Formen schlossen Entlehnung aus. Der deutsche Germanist August Fick fĂŒhrte 1876 zu altnordisch lax, althochdeutsch lahs und neuhochdeutsch Lachs die Reihe litauisch lĂĄszis, lasziszas, lettisch lassis, lassens, altpreußisch lasasso, polnisch Ƃosoƛ und russisch losĂłsâ€Č an.cite-ref-8[8] Mit dem Deutschen Wörterbuch der BrĂŒder Grimm kam 1877 altenglisch leax hinzu.cite-ref-9[9] Der Philologe Friedrich Kluge nannte 1882 zusĂ€tzlich schottisch lax und konstruierte eine gotische Form *lahs.cite-ref-10[10]

Erste Nennung des Lachsargumentes

Erstmals grenzte der Sprachhistoriker Otto Schrader 1883 die Lage des „Slavo-Germanenlandes“ mit einem tiergeographischen Argument ein. Entscheidend sei die Benennung des Lachses, „der nach Brehms Tierleben nur in den FlĂŒssen der Ostsee, Nordsee und des nördlichen Eismeers vorkommt.“cite-ref-11[11] Damit schien ein Wort gefunden, ĂŒber dessen sachlich und sprachlich fast identisches Verbreitungsgebiet unter den Gelehrten Einigkeit herrschte. Weil Schrader das Lachsargument auf die westindogermanischen Sprachen begrenzt sah, hielt er es in der Diskussion um die Urheimat fĂŒr untauglich.

Der Rassenanthropologe Karl Penka, der SĂŒdskandinavien fĂŒr die Heimat der Indogermanen hielt, schrieb ĂŒber den Lachs 1886 ohne Beleg: „Dieser Fisch war dem arischen Urvolke bekannt.“ Penka erweiterte das Lachsargument formal um das Fehlen von Lachswörtern: „Nun findet sich der Lachs (Salmo salar), als dessen Heimat das Eismeer und die nördlichen Theile des Atlantischen Oceans anzusehen sind, nur in den Strömen und FlĂŒssen Russlands, welche in die Ostsee und das Weisse Meer mĂŒnden, keineswegs jedoch in den FlĂŒssen, die sich in das Schwarze oder Kaspische Meer ergiessen. Ebenso wenig kommt er in den FlĂŒssen Asiens und im MittellĂ€ndischen Meere vor, woraus sich erklĂ€rt, dass sich weder im Iranischen und Indischen, noch im Griechischen und Lateinischen entsprechende Lautformen vom urarischen *lakhasa erhalten haben.“cite-ref-12[12] Penka begrĂŒndete auch seine rekonstruierte Form *lakhasa nicht.

"[Die Lachswörter] beschrĂ€nken sich auf ein engeres Sprachgebiet", antwortete Schrader 1890.cite-ref-13[13] Auch der Sprachwissenschaftler Johannes Schmidt wendete das Fehlen der Lachswörter in allen anderen indogermanischen Sprachen gegen Penka an: Dieser setze die nur nordeuropĂ€ische Benennung des Lachses als indogermanisch an, um die Übereinstimmung indogermanischer und sĂŒdschwedischer Fauna zu beweisen.cite-ref-14[14] 1901 nahm Schrader aber Penkas Formulierung ex negativo auf: „Da der Fisch nur in denjenigen FlĂŒssen vorkommt, welche sich in den Ocean sowie in die Ostsee ergiessen, nicht aber in denjenigen, welche in das MittellĂ€ndische oder Schwarze Meer mĂŒnden, so ist es begreiflich, dass weder Griechen noch Römer einen eigentĂŒmlichen Namen fĂŒr denselben hatten.“cite-ref-15[15]

Die ersten Auflagen von Kluges Etymologischem Wörterbuch der deutschen Sprache zeichnen die begriffliche KlĂ€rung nach. Von der 1. Auflage 1883 bis zur 5. Auflage 1896 waren die germanischen und zeitgenössisch so genannten „slawisch-litauischen“ Lachswörter als „urverwandt“ bezeichnet. Von der 6. Auflage 1899 bis zur 1914 abgeschlossenen 8. Auflage galten sie als „verwandt“.cite-ref-16[16]

Die frĂŒhe Debatte um Lachsargument und Urheimat

In den 30 Jahren nach der Erstnennung benutzten sowohl BefĂŒrworter der nordeuropĂ€ischen Hypothese als auch Vertreter der Steppenherkunft das Lachsargument, um die Lage der Urheimat zu bestimmen. Erstere datierten ein gemeinsames Ausgangswort fĂŒr „Lachs“ auf die ur-indogermanische Zeit der Gemeinsprache, Letztere auf eine jĂŒngere, bereits einzelsprachliche Phase mit einer westindogermanischen, germanisch-baltisch-slawischen NeuprĂ€gung.cite-ref-17[17] Eine linguistische Debatte um ur- oder westindogermanische Stammformen der Lachswörter wurde nicht gefĂŒhrt. Bestimmend fĂŒr die indogermanistische Auseinandersetzung dieser Zeit waren Baum- und SĂ€ugetiernamen, Begriffe aus Ackerbau und Viehzucht, Bodenfunde und schĂ€delkundliche Vergleiche. Das Lachsargument hatte nachrangige Bedeutung, weil sein Erkenntnispotenzial erschöpft schien.

Erweiterung

Tocharisch B „laks“

1908 identifizierten Philologen eine ausgestorbene Sprache im zentralasiatischen, im heutigen Nordwestchina liegenden Tarimbecken als indogermanisch und veröffentlichten erste Übersetzungen.cite-ref-18[18] Die Textfragmente stammten ĂŒberwiegend aus der zweiten HĂ€lfte des ersten Jahrtausends und waren in zwei Sprachvarianten verfasst, die spĂ€ter Tocharisch A und B hießen. Als Erster wies Schrader 1911 auf ein neues Lachswort hin, noch bevor eine Übersetzung mit dieser Vokabel erschienen war: „Nun ist aber neuerdings auch ein tocharisches laks ‚Fisch‘ aufgetaucht, und es wird daher von zukĂŒnftigen AufklĂ€rungen ĂŒber diese Sprache abhĂ€ngen, ob mit diesen Wörtern in diesem Zusammenhang etwas anzufangen ist, oder nicht.“cite-ref-19[19] Schlussfolgerungen aus der Entdeckung wollte Schrader noch nicht ziehen.cite-ref-20[20]

Die Entdeckung von tocharisch B laks „Fisch“ belegte den indogermanischen Charakter des Lachswortes. AnhĂ€nger der Hypothese von der nordeuropĂ€ischen Urheimat sahen sich bestĂ€tigt. Der Indogermanist Hermann Hirt schrieb: „Es ist demnach eine durch die Tatsachen widerlegte Behauptung von O. Schrader und anderen, dass die Indogermanen die Fische nicht beachtet hĂ€tten.“cite-ref-21[21] Wegen der EinfĂŒhrung von Ackerbau und Viehzucht war es fĂŒr den Baltisten Franz Specht „begreiflich, dass sich im allgemeinen nur ganz hervorstechende Fischarten, die dazu noch weiter verbreitet gewesen sein mĂŒssen, als gemeinsame indogermanische Bezeichnungen nachweisen lassen.“cite-ref-22[22] Der Keltologe Julius Pokorny folgert aus dem Fehlen des Lachses östlich des Ural: „Die Tocharer dĂŒrften somit aus Mittel- oder Nordeuropa gekommen sein.“ Das Wort „lĂ€sst uns vermuten, dass die Tocharer ursprĂŒnglich an einem Lachs fĂŒhrenden Flusse in der Nachbarschaft der Slawen gesessen sein werden.“cite-ref-23[23] Ausgeschlossen war das finno-ugrische Sprachgebiet, in dem die Lachswörter aus dem Indogermanischen kamen. Ebenso wenig kamen die spĂ€ter von Indogermanen besiedelten Teile Europas in Betracht, in denen die Lachswörter aus im Vorindogermanischen wurzelnden Bezeichnungen wie salmo und esox stammten, also westlich der Elbe, im Mittelmeerraum und auf den britischen Inseln. Der Urname, so John Loewenthal, „dĂŒrfte im Oder- und Weichselquellgebiet aufgekommen sein.“cite-ref-24[24]

Das Lachsargument erlaubte die von völkischen Anthropologen und Nationalsozialisten propagierte Gleichsetzung der indogermanischen mit den germanischen Siedlungsgebieten und die Ansiedlung der „volklichen Urrasse“ in Großdeutschland.cite-ref-25[25] Loewenthal schrieb 1927: „Die Germanen [
] sind echte Indogermanen. Sie haben als einzige Art und Volkstum rein erhalten [
] Sie dĂŒrften [
] von den Weichsel- und Oderquellen her ĂŒber die dĂ€nischen Inseln nach Schonen vordringend, von Schonen aus ihr geschichtliches Werk begonnen haben.“cite-ref-26[26] In der Festschrift fĂŒr Hirt bemerkt der Herausgeber, dass Hirt „die augenscheinliche Grundrasse der Indogermanen in einem nördlichen Klima ihre optimalen Lebensbedingungen“ finden ließ.cite-ref-27[27] Eine Ausnahme stellte der dem Nationalsozialismus nahestehende Germanist Alfred Götze dar, der fĂŒr das Lachswort ĂŒber das Westindogermanische hinaus „weitere AnknĂŒpfungs- und Deutungsversuche“ fĂŒr „nicht gesichert“ hielt.cite-ref-28[28]

Auf eine starke, meist ablehnende Reaktion stieß 1951 der Vorschlag des österreichischen ArchĂ€ologen Robert Heine-Geldern, germanische StĂ€mme könnten an der Ostwanderung der Tocharer teilgenommen und so die Übernahme germanischer Lehnwörter in die tocharische Sprache veranlasst haben,cite-ref-29[29] weil er ĂŒbersah, dass die Germanen eher ihr Wort *fisk „Fisch“ weitergegeben hĂ€tten.cite-ref-30[30] Der Germanist Willy Krogmann fand Heine-Gelderns „Einfall [
] ohne jeden Anhalt.“cite-ref-31[31] Der US-amerikanische Asienwissenschaftler Denis Sinor kommentierte ihn als „einen guten archĂ€ologischen Beleg, um ein Licht auf Ereignisse zu werfen, die meiner Ansicht nach diese Disziplin nicht erhellen kann.“cite-ref-32[32]

Ossetisch „léség“

Das nĂ€chste Lachswort entdeckte ein Sprachforscher im digorischen Dialekt der ossetischen Sprache, der zum iranischen Sprachzweig des Indogermanischen gehört und im Kaukasus gesprochen wird. Lexikalisch erstmals 1929 erfasst,cite-ref-33[33] konnte es fĂŒr den norwegischen Indoiranisten Georg Morgenstierne 1934 „schwerlich ein Lehnwort aus russisch losoƛ sein.“cite-ref-34[34] Morgenstierne wies darauf hin, dass Lachs-Arten in kaukasischen FlĂŒssen vorkĂ€men, der Indologe Sten Konow bemerkte die Verwandtschaft mit dem tocharischen Fischwort.cite-ref-35[35]

Der Indologe Paul Thieme fĂŒhrte lĂŠsĂŠg als Verkleinerungsform auf die indoarischen Wanderung zurĂŒck: „NatĂŒrlich kann es sich bei dem in kaukasischen FlĂŒssen vorkommenden ‚Salmo‘ nicht um den Salmo salar, sondern nur um eine Forellenart handeln, die man um ihrer Ähnlichkeit mit dem aus der einstigen Heimat noch bekannten *lakso- ‚Salmo salar‘ willen ganz passend mit dem Deminutivum *laksoqo ‚LĂ€chschen, kleiner Lachs‘ benannte.“cite-ref-36[36]

Krogmann erkannte darin „eine ganze falsche Vorstellung“cite-ref-37[37] von der Meerforelle Salmo trutta caspius, die vom Kaspischen Meer in den Terek aufsteigt, der mit seinen NebenflĂŒssen den Siedlungsraum der Osseten durchfließt. Dieser „kaspische Lachs“ ist der grĂ¶ĂŸte der europĂ€ischen Salmoniden und im sĂŒdlichen Russland bis zum Ural weit verbreitet. „Fische von mehr als 40 Kilogramm sind nicht selten. [
] Es wĂ€re ja denkbar, dass der Name zunĂ€chst fĂŒr eine Art eines anderen Genus geschaffen wurde und erst spĂ€ter auf den Salmo salar L. Anwendung fand, als man in ihm einen Ă€hnlichen Fisch kennenlernte.“cite-ref-38[38] Krogmann stand damit 1960 kurz vor der Überwindung des Lachsargumentes, verfolgte den Gedanken jedoch nicht weiter.

Altindisch „*lākáčŁa“, „lakáčŁÄâ€œ, „lakáčŁĂĄâ€œ

Unter den Sprachwissenschaftlern unternahm Thieme die letzte große Anstrengung, mit dem Lachsargument die indogermanische Urheimat zu erklĂ€ren.cite-ref-39[39] Er stellte drei altindische Lachswörter vor, in denen die Bedeutung der Urheimat noch aufscheine: zu lākáčŁÄ „roter Lack“ ein Adjektiv *lākáčŁa „lachsig, rot“ wegen des rötlichen Lachsfleisches, das Zahlwort lakáčŁÄ „100.000“, zunĂ€chst „unĂŒbersehbare Menge“ wegen der großen Scharen von Lachsen zur Laichzeit, sowie das Nomen lakáčŁĂĄ „Spieleinsatz“, das zunĂ€chst unter Fischern fĂŒr einen wertvollen Losanteil an der Fangbeute benutzt worden sein könne.cite-ref-40[40] So weise „die Tatsache einer gemein-indogermanischen Bekanntschaft mit Salmo salar fĂŒr den Ort der indogermanischen Sprachgemeinschaft vor Abwanderung der Arier unzweideutig auf das Gebiet der Ostseeströme und der Elbe.“cite-ref-41[41]

„FĂŒr so gewichtige Folgerungen scheint die kĂŒhne Vermutung doch nicht tragfĂ€hig genug“, kommentierte der Indogermanist Walter Porzig, der aber auch weiterhin der Ostsee-Hypothese folgte.cite-ref-42[42] Unter Zustimmung seiner Fachkollegen fĂŒhrte Manfred Mayrhofer die Etymologie von lākáčŁÄ „roter Lack“ auf die indogermanische Farbbezeichnung *reg- „fĂ€rben, röten“ zurĂŒck und lobte an Thieme seinen „Reichtum an Ideen [
] und immer geistvollen Etymologien.“cite-ref-43[43] Als Herkunft von lakáčŁĂĄ „Spieleinsatz“ komme die indogermanische Wurzel *legh „legen“ in Betracht, die fĂŒr lakáčŁĂĄ eine Ursprungsbedeutung „Einlage“ vermuten lasse.cite-ref-44[44]

Auf mehr Zustimmung stieß Thiemes Zahlworttheorie mit à€Čà€•à„à€· lakáčŁÄ „100.000“, meist wegen der Parallelen in anderen Sprachen. Im AltĂ€gyptischen wird „100.000“ durch die Hieroglyphe der Kaulquappe bezeichnet, im Chinesischen dient das Zeichen fĂŒr Ameise auch fĂŒr „10.000“, im Semitischen hat das Wort fĂŒr Rind auch die Bedeutung „1000“.cite-ref-45[45] Der linguistische Zusammenhang blieb ungeklĂ€rt. Kluge fĂŒhrte den Hinweis auf das Zahlwort bis zur 21. Auflage (1975), zuletzt „ohne etymologische Sicherheit“.cite-ref-46[46]

Armenisch „losdi“, romanisch „*locca“

Nach der Entdeckung der Lachswörter im Tocharischen und im Ossetischen bedeutete die Zuschreibung weiterer Benennungen keine neue QualitĂ€t in der Debatte um das Lachsargument mehr. Armenisch losdi „Lachs“, 1929cite-ref-47[47] erstmals in ein Wörterbuch aufgenommen, kam 1963 zur Lachsgruppe.cite-ref-dieb368-48-0[48] Der US-amerikanische Anthropologe A. Richard Diebold, Jr. nahm 1976 das „romanische“ (spĂ€tvolkslateinisch-frĂŒhromanisch) unbelegte Wort *locca „Beizker, Schmerle“ auf,cite-ref-dieb368-48-1[48] erstmals 1935 vorgeschlagen.cite-ref-49[49] Damit fĂŒgte er auch gleichbedeutend französisch loche und das daraus ins Englische entlehnte loachcite-ref-dieb368-48-2[48] den Lachswörtern zu.

Die mittlere Debatte um Lachsargument und Urheimat

Ab 1911 galten die Lachswörter unbestritten als der indogermanischen Ursprache zugehörig. Auch nach dem Ende des Nationalsozialismus blieben die Interpretationen des Lachsargumentes fĂŒr die Urheimat der Indogermanen kontrovers. Die BegrĂŒndung der „nordeuropĂ€ischen Hypothese“ wurde durch die Funde von Lachswörtern im Tocharischen und Ossetischen zugleich erleichtert, weil als gemeinsprachlich belegt, und erschwert, weil die BegrĂŒndungen fĂŒr die geografische Streuung der Lachswörter zunehmend problematisch wurden. Was die Sprecher des Ur-indogermanischen mit dem Wort „Lachs“ bezeichneten, war bis 1970 ungeklĂ€rt.

Widerlegung

Lachsforelle statt Lachs

Thieme wies darauf hin, dass unter dem Lachswort im Kaukasus nicht der Lachs, sondern die Forelle auftrete. FĂŒr Krogmann konnte der Name des Lachses auf Salmo salar ĂŒbertragen worden sein. 1970 meinte der US-amerikanische Tocharist George Sherman Lane: „And, in my opinion, the name in question probably did refer originally, not to the salmo salar at all, but rather to the salmo trutta caspius of the northwest Caucasus region“,cite-ref-50[50] deutsch: „Und nach meiner Meinung bezog sich der fragliche Name wahrscheinlich ursprĂŒnglich ĂŒberhaupt nicht auf Salmo salar, sondern auf Salmo trutta caspius der nordwestlichen Kaukasusregion.“

Diebold stellte 1976 drei anadrome Salmoniden vor, Forellenfische, die zum Laichen flussaufwĂ€rts schwimmen und fĂŒr eine ur-indogermanische Benennung *loáž±sos in Betracht kommen: die Lachs- oder Meerforelle Salmo trutta trutta sowie die beiden regionalen Unterarten Salmo trutta labrax und Salmo trutta caspius. Sie sind in den FlĂŒssen zu Schwarzem und Kaspischem Meer verbreitet.cite-ref-51[51] Im Verlauf der indogermanischen Ausbreitung aus dem Gebiet der pontischen Steppe Richtung Ostsee ging das alte Lachswort fĂŒr die Meerforelle (Salmo trutta trutta) auf den neuen, Ă€hnlich aussehenden Fisch, den Lachs (Salmo salar) ĂŒber; die russische Form lososь deckt beide Bedeutungen ab.cite-ref-52[52] Wo die Indogermanen auf altsprachliche Bezeichnungen wie salmo oder esox stießen, ĂŒbernahmen sie sie.cite-ref-diebold-huchen-s-32-53-0[53]

Umkehrung des Lachsargumentes

Die vielen Namen fĂŒr Salmoniden in den indogermanischen Sprachen entstanden, weil die Sprecher des Ur-Indogermanischen auf zahlreiche Fische stießen, fĂŒr die sie keine Namen hatten, weil sie sie nicht aus ihrer Urheimat kannten. Als „not known, not named“, deutsch etwa „unbekannt, unbenannt“ beschrieb dies Diebold.cite-ref-dieb50-54-0[54] Er drehte 1985 das Lachsargument um: Überall, wo ein Lachswort Salmo salar bezeichnete, könne die Urheimat der Indogermanen gerade nicht liegen.cite-ref-dieb50-54-1[54] Im selben Jahr ĂŒberschrieb der Tocharist Douglas Q. Adams seinen letzten Aufsatz zu diesem Thema mit „A Coda to the Lachsargument“; Coda bedeutet etwa „Schlussteil“ oder „Resumee“. Adams lehnte allerdings Diebolds Umkehrung des Lachsargumentes ab, weil aus dem Fehlen von Begriffen nicht geschlossen werden könne, dass sie nicht existieren.cite-ref-55[55]

Die spÀte Debatte um Lachsargument und Urheimat

Die Widerlegung des Lachsargumentes ab 1970 wurde dadurch erleichtert, dass mit der Kurgan-Hypothese ein modern begrĂŒndeter Vorschlag fĂŒr die indogermanische Urheimat nördlich des Schwarzen Meeres zur VerfĂŒgung stand. Die Verschiebung des Lachsnamens von Salmo salar auf Salmo trutta deckte sich mit diesem Modell. Etwa 100 Jahre nach der ersten Nennung war das Lachsargument obsolet. Die etymologische Untersuchung der Lachswörter ist seither nicht abgeschlossen. Solange nicht geklĂ€rt ist, wie sich der indogermanische Sprachraum ausdehnte, können keine Aussagen darĂŒber getroffen werden, auf welche Art und Weise sich das Lachswort in den Ostseeraum verbreitet hat.

Aus der Indogermanistik ist das Lachsargument nicht verschwunden. Ältere HandbĂŒcher, die zum Pflichtangebot in Bibliotheken gehören, bewahren diese Annahme.cite-ref-56[56] Neue Nachschlagewerke bezeichnen die benannten Fische falschcite-ref-57[57] oder meiden die Darstellung der Geschichte des Lachsargumentes.cite-ref-58[58]

„Lachsargument“

Begriff

Wohl in Analogiebildung zum Ă€lteren „Buchenargument“ ist der Begriff „Lachsargument“ 1955 von Mayrhofer eingefĂŒhrt worden.cite-ref-59[59] Er wird als „the Lachsargument“ in der angelsĂ€chsischen Fachliteratur benutzt.cite-ref-60[60] Das Buchenargument besagte, dass die Buche östlich einer Linie von Königsberg (Preußen) nach Odessa nicht vorkomme, das Wort aber indogermanischen Ursprungs ist und deswegen die Urheimat nicht in der eurasischen Steppenlandschaft liegen könne. Zu den Fehlern dieses Argumentes gehörte die Annahme, dass das ur-indogermanische Buchenwort immer die Buche meinte, obwohl etwa griechisch Ï†Î·ÎłÏŒÏ› phēgĂłs die Eiche bezeichnete.cite-ref-61[61]

Beteiligte

Die Debatte um das Lachsargument begann 1883 und endete etwa einhundert Jahre spĂ€ter. Mit AusfĂŒhrungen oder autoritativen WörterbucheintrĂ€gen beteiligten sich etwa 30 Wissenschaftler. In alphabetischer Reihenfolge und mit den Jahreszahlen der zugehörigen Veröffentlichungen waren es:

Douglas Q. Adams (1985, 1997) – Émile Benveniste (1959) – A. Richard Diebold, Jr. (1976, 1985) – Robert Heine-Geldern (1951) – Hermann Hirt (1921) – Friedrich Kluge und spĂ€tere Bearbeiter des Etymologischen Wörterbuchs der Deutschen Sprache (1883–2002) – Sten Konow (1942) – Wolfgang Krause (1961) – Willy Krogmann (1960) – George Sherman Lane (1970) – Sylvain LĂ©vi (1914) – John Loewenthal (1924, 1927) – James P. Mallory (1997, 2006) – Stuart E. Mann (1963, 1984) – Manfred Mayrhofer (1952, 1955) – Georg Morgenstierne (1934) – Karl Penka (1883) – Herbert Petersson (1921) – Julius Pokorny (1923, 1959) – Walter Porzig (1954) – Vittore Pisani (1951) – Johannes Schmidt (1890) – Otto Schrader (1883–1911) – Franz Specht (1944) – Paul Thieme (1951–1958) – Albert Joris van Windekens (1970)

→ Die vollstĂ€ndigen Literaturangaben befinden sich in den Einzelnachweisen.

Das Wort „Lachs“

Die Entwicklungsgeschichte des Lachsargumentes wurde von der philologischen Erforschung der Lachswörter geprĂ€gt. Auch nach der Widerlegung des Lachsargumentes sind Aspekte sprachgeschichtlicher Wechselwirkungen sowie der semantischen ÜbergĂ€nge wie Generalisierung („Lachs“ zu „Fisch“) und Bedeutungswechsel („Lachs“ zu „Schmerle“) ungeklĂ€rt.

Indogermanische Lachswörter

In vielen indogermanischen Sprachen sind Lachswörter bezeugt. Sie sind gemeinsamen Ursprungs, untereinander und in nichtindogermanische Nachbarsprachen entlehnt worden. Einige Zuschreibungen sind umstritten. Den Lachsworten Ă€hnliche Bezeichnungen fĂŒr Fische, die Forellen nicht Ă€hnlich sind, treten vor allem in romanischen Sprachen auf. Eine Übersicht nach Sprachzweigen, mit Entlehnungen und EinzelvorschlĂ€gen:cite-ref-62[62]

urgermanisch *lahsaz „Lachs“, alt-, mittelhochdeutsch lahs, neuhochdeutsch Lachs, altsĂ€chsisch lahs, mittelniederdeutsch las(s) (daraus entlehnt polabisch laƛ), altenglisch leax, mittelenglisch lax, frĂŒhneuenglisch lauxe, lask (im 17. Jahrhundert ausgestorben),cite-ref-63[63] altnordisch, islĂ€ndisch, schwedisch lax, norwegisch, dĂ€nisch laks „Lachs“, fĂ€röisch laksurcite-ref-64[64]; ErwĂ€hnung fanden mittelniederlĂ€ndisch las(s)cite-ref-65[65], eine rekonstruierte gotische Form *lahscite-ref-66[66] sowie schottisch lax,cite-ref-67[67] wobei ungenannt blieb, ob die schottisch-gĂ€lische Sprache oder Scots gemeint war. Aus deutsch Lachs entstand auch jiddisch ŚœŚ§ŚĄ laks und dessen Ableitung lox, seit Beginn des 20. Jahrhunderts in der jĂŒdischen KĂŒche der USA eine allgemeine Bezeichnung fĂŒr Lachs, heute in der US-Gastronomie verbreitet fĂŒr RĂ€ucherlachs.cite-ref-68[68]

urbaltisch *lasasā, litauisch laĆĄiĆĄĂ , lĂŁĆĄis „Lachs“; lettisch lasēns, lasis „Lachs“ (daraus livisch laĆĄ), altpreußisch *lasasso (rekonstruiert aus verschriebenem lalasso). Als die baltische Form als Lehnwort in die ostseefinnischen Sprachen eindrang, war indogermanisch -áž±s- im Urbaltischen bereits zu einem Zischlaut geworden, indogermanisch -o- hatte sich aber noch nicht zu balt. -a- entwickelt: finnisch, karelisch, olonetzisch, wepsisch, wotisch lohi, estnisch lĂ”hi; die livische Form laĆĄ ist spĂ€ter ĂŒbernommen worden. Aus dem Ostseefinnischen stammen wiederum die Formen samisch luossa und russisch loch (Đ»ĐŸŃ…) „Lachs“. Das deutsche Kompositum Lachsforelle wurde aus seiner niederdeutschen Form lassfare, lassför entlehnt zu lettisch lasvarde, laĆĄveris und anderen Formen, diese zu litauisch laĆĄvaras, laĆĄvoras.cite-ref-69[69]

urslawisch *lososь, tschechisch, slowakisch losos, nieder-/obersorbisch Ƃosos,cite-ref-70[70] polnisch , slowinzisch losos, kaschubisch losos(k), altostslawisch, russisch, ukrainisch losos (kyrillisch Đ»ĐŸŃĐŸŃŃŒ), belarussisch lasóƛ „Lachs“. Die sĂŒdslawischen Formen slowenisch, kroatisch, serbisch lĂłsos scheinen Entlehnungen aus dem West- bzw. Ostslawischen zu sein. Altungarisch laszos, ungarisch lazac „Lachs“ ist aus dem Slawischen entlehnt.cite-ref-71[71]

mittel-, neuarmenisch ÔŒŐžŐœŐ€Ő« losdi, losti „Lachsforelle“ mit -di, -ti „Körper“cite-ref-72[72]

digorisch ossetisch lĂŠsĂŠg (kyrillisch лӕсӕг) „Lachsforelle“, entweder eine iranische Eigenform oder vielleicht ein sehr altes Lehnwort, das durch die Vermittlung urslawischer StĂ€mme in das nordwestliche Randgebiet der iranischen Völker zu den Alanen, den VorlĂ€ufern der Osseten, gedrungen sein könnte.cite-ref-73[73]

laks „Fisch“, mit ungeklĂ€rter Verallgemeinerung von indogermanisch *loáž±s- „Lachsforelle“

Romanische Sprachen (nur EinzelvorschlÀge)
spĂ€tlateinisch-frĂŒhromanisch *locca „Bartgrundel, Schmerle“,cite-ref-dieb368-48-3[48] dazu gleichbedeutend italienisch locca, altfranzösisch loche, dialektal loque, englisch loach, provenzalisch loco (auch „Barbier“),cite-ref-74[74] spanisch loche, locha, loja.cite-ref-75[75] Eine volkslateinische Form *lĂłcÄ­ca „Schmerle“ scheint zu litauisch laĆĄiĆĄĂ  „Lachs“ zu passen.cite-ref-76[76] AnschlĂŒsse von italienisch lasca „Plötze, Rotauge“,cite-ref-77[77] italienisch laccia „Alse“ und sardisch laccia „GrĂŒndling“ sowie baskisch laĉ „kleiner Hai“ als frĂŒhe Entlehnungcite-ref-78[78] blieben ohne Reaktion der Fachwelt.

→ Hörbeispiele in Wiktionarycite-ref-79[79]

Stammformen

FrĂŒhe VorschlĂ€ge fĂŒr eine westindogermanische Stammform lauteten *laqsi-scite-ref-80[80] und *loáž±-os-, *loáž±-es-, *loáž±-s.cite-ref-81[81] Der erste Vorschlag fĂŒr eine Urform des Lachswortes nach der Entdeckung von Tocharisch B laks war *laáž±-i, *laáž±-os.cite-ref-82[82] Er wurde als *laáž±s-, *laáž±-so-s in StandardwörterbĂŒcher ĂŒbernommen.cite-ref-83[83]

Weil die baltischen Lehnwörter in den ostseefinnischen Sprachen den indogermanischen Wurzelvokal -o- beibehalten hatten, wechselte die Ansetzung von indogermanisch *laáž±s- zu *loáž±s-.cite-ref-84[84] In der Fachliteratur ist seither der Stamm fĂŒr „Lachs“ mit *loáž±s- und Ă€hnlichen Formen angegeben,cite-ref-85[85] etwa *lĂłáž±s-cite-ref-86[86] sowie *loáž±so-, *loáž±si-, auch mit schwachem Stammvokal *ləឱsi-,cite-ref-87[87] ferner *loáž±-.cite-ref-88[88]

Bedeutung

Viele Forscher akzeptieren die Wortbedeutung „der Getupfte“ zu litauisch lĂŁĆĄas „Tropfen“, laĆĄÄ—Ìti „tröpfeln“, lettisch lā̆se „Sprenkel, Tupfen“, lĂŁsaĂ­ns „punktiert, gesprenkelt“.cite-ref-89[89] John Loewenthal schlug diese Etymologie 1924 vor.cite-ref-90[90] Nicht durchgesetzt haben sich vier ErklĂ€rungen:

‱ „Der Springer“ zu indogermanisch *lek- „Beuge, Windung“ wie lateinisch salmo „Lachs“ zu salire „springen“.cite-ref-91[91] Diese Deutung trifft nicht zu, weil salmo nichtindogermanischen Ursprungs istcite-ref-krau97-92-0[92] und nur lettisch lễkti „fliegen, laufen, stĂŒrzen“ Anschluss böte.cite-ref-93[93]
‱ Gegen „der Rote“ zu altindisch lākáčŁÄ „roter Lack“cite-ref-94[94] wurde eingewendet, dass die zu rot gehörige Wurzel *reg „fĂ€rben“ lautet.cite-ref-krau97-92-1[92]
‱ „FĂ€ngling“ aus indogermanisch *lakhos „Fang“cite-ref-95[95] scheiterte, weil diese Wurzel nicht zu den einzelsprachlichen Formen passt.cite-ref-96[96]
‱ Der Vorschlag „Wasserfisch“ von goidelisch loch „See“ und finnisch lahti „Bucht“cite-ref-97[97] blieb fast unbeachtet.cite-ref-98[98]

Vorindogermanische Lachswörter

Die indogermanischen Sprachen West- und SĂŒdeuropas ĂŒbernahmen vermutlich zwei Lachswörter der Altbevölkerung. Die Urnamen sind nicht rekonstruiert. Ihre lateinischen Formen lauten esox und salmo „Lachs“ mit dem verwandten salar „Forelle“.cite-ref-diebold-huchen-s-32-53-1[53]

‱ Zur keltischen Gruppe um esox gehören irisch Ă©o, Ă©u, Ă©, iach, altirisch eo, kymrisch ehawc, eog, kornisch ehoc, bretonisch eok, keĂ»reĂ»k „Sprunglachs“, wörtlich „Riesenlachs“ aus oder entsprechend gallisch kawaros „Riese“ und esox. Die Kelten haben dieses Wort vielleicht von einem nordalpinen nichtindogermanischen Volk ĂŒbernommen und die Basken daraus izokin „Lachs“ entlehnt.cite-ref-99[99] Auch eine romanisierende Stufe zwischen "esox" und "izokin" wurde vermutet.cite-ref-100[100] Baskisch izokin kann ferner auf itz „Meer“ und okin „Brot“, also etwa „Brot des Meeres“, beruhen.cite-ref-101[101]
‱ Das gallisch-lateinische salmo ging als salmone in den italienischen Wortschatz ĂŒber und entwickelte sich zu französisch saumon, englisch salmon, niederlĂ€ndisch zalm, deutsch Salm. Es kann mit der zugehörigen Form salpa, die auf der balearischen Inselgruppe der Pityusen belegt ist, sowie mit salar „Forelle“, berberisch aslem „Fisch“ als alte Fischbezeichnung Westeuropas und Nordafrikas gelten.cite-ref-102[102] Nachgewiesen ist eine berberische Dialektvariante ĆĄĂąlba.cite-ref-103[103]

Die Verbreitungsgebiete der salmo- und der esox-Gruppe ĂŒberlagern sich. Neben kymrisch eog kommt samon als Lehnwort aus dem SpĂ€tmittelenglischen vor, ebenso sowman neben ehoc im ausgestorbenen Kornischen. In keltischen Sprachen ist kein indogermanisches Lachswort nachgewiesen.cite-ref-104[104] Die Wortgrenze zwischen Salm und Lachs in Deutschland verlief im Mittelalter zwischen Rhein und Elbe. Jahreszeitliche Benennungen mit Lachswörtern wie lassus „Herbstlachs“ sind im Salmgebiet aus mehreren Regionen ĂŒberliefert.cite-ref-105[105]

Die Bezeichnung „Lachsforelle“

Als „Lachsforelle“ werden heute mehrere Salmoniden bezeichnet. In Deutschland ist der Name seit der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts als Handelsbezeichnung fĂŒr eine Zuchtform der aus Nordamerika stammenden, seit dem 19. Jahrhundert in Europa geschĂ€tzten Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss, frĂŒher: Salmo gairdneri) verbreitet.cite-ref-106[106] „Lachsforelle“, niederdeutsch lassförcite-ref-107[107] als historisch ĂŒbliche und deswegen in der sprachwissenschaftlichen Literatur benutzte Bezeichnung meint die Meerforelle (Salmo trutta trutta). Zu einer gewissen Sprachverwirrung beigetragen hat ferner der Umstand, dass aufgrund der Farbe des Fleisches auch Bachforelle (Salmo trutta fario) und Seeforelle (Salmo trutta lacustris) als Lachsforelle bezeichnet werden.cite-ref-108[108] Bei den im Kaukasus und um das Schwarze und Kaspische Meer auftretenden Unterarten der Meerforelle handelt es sich um die Schwarzmeer-Forelle (Salmo trutta labrax) und die Kaspische Forelle (Salmo trutta caspius).cite-ref-109[109] Welcher dieser Fische von den ur-indoeuropĂ€ischen Sprechern als *loáž±s- oder Ă€hnlich bezeichnet wurde, ist ungewiss.

Literatur

‱ ХДргіĐč ĐšĐŸĐœŃ‡Đ°: Міграції Ń–ĐœĐŽĐŸŃ”ĐČŃ€ĐŸĐżĐ”ĐčціĐČ Ńƒ ĐČОсĐČŃ–Ń‚Đ»Đ”ĐœĐœŃ– Đ»Ń–ĐœĐłĐČŃ–ŃŃ‚ĐžŃ‡ĐœĐŸŃ— ĐżĐ°Đ»Đ”ĐŸĐœŃ‚ĐŸĐ»ĐŸĐłŃ–Ń— (ĐœĐ° проĐșлаЎі ĐœĐ°Đ·ĐČĐž Đ»ĐŸŃĐŸŃŃ). In: ĐŁĐșŃ€Đ°Ń—ĐœĐŸĐ·ĐœĐ°ĐČчоĐč Đ°Đ»ŃŒĐŒĐ°ĐœĐ°Ń… 7, 2012, S. 177–181, online. Deutsch: Sergij Koncha: Die Wanderung der IndoeuropĂ€er in den Veröffentlichungen ĂŒber linguistische PalĂ€ontologie (am Beispiel des Namens des Lachses). In: Ukrainischer Almanach 7, 2012, S. 177–181
‱ Dietmar Bartz: Im Namen des Lachses. In: ZOÓN. Heft 4, November/Dezember 2010, ISSN 2190-0426, S. 70–74, online
‱ VaclĂĄv BlaĆŸek, Jindƙich ČeladĂ­n, Marta BěƄåkova: Old Prussian Fish-names. In: Baltistica 39, 2004, ISSN 0132-6503, S. 107–125, hier S. 112–114, s. v. lalasso
‱ A. Richard Diebold, Jr.: Contributions to the IE salmon problem. In: Current Progress in Historical Linguistics, Proceedings of the Second International Conference on Historical Linguistics. Amsterdam 1976, ISBN 0-7204-0533-5, S. 341–387 (= North-Holland Linguistic Series 31)
‱ A. Richard Diebold, Jr.: The Evolution of Indo-European Nomenclature for Salmonid Fish: The Case of ‚Huchen‘ (Hucho spp.). Washington 1985, ISBN 0-941694-24-0 (= Journal of Indo-European Studies, Monograph Series 5)
‱ Frank Heidermanns: Lachs. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 17, Walter de Gruyter, Berlin / New York 2000, ISBN 3-11-016907-X, S. 528–530.
‱ James P. Mallory, Douglas Q. Adams: Salmon. In: Encyclopedia of Indo-European culture. London 1997, ISBN 1-884964-98-2, S. 497

Weblinks

Links auf Hörbeispiele fĂŒr Lachswörter in verschiedenen Sprachen enthĂ€lt:

Wiktionary: Lachs

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

Um Belegstellen schneller zu finden, WörterbĂŒcher mit verschiedenen Ausgaben heranziehen zu können oder den Kontext der Stelle zu verdeutlichen, ist bei einigen alphabetisch geordneten Werken an Stelle oder neben der Seitenzahl das Stichwort mit der AbkĂŒrzung s. v. angegeben. AbgekĂŒrzt zitiert sind hier:

| KĂŒrzel | Volltitel |
|---|---|
| Diebold, Contributions | A. Richard Diebold, Jr. : Contributions to the IE salmon problem . In: Current Progress in Historical Linguistics, Proceedings of the Second International Conference on Historical Linguistics . Amsterdam 1976, ISBN 0-7204-0533-5, S. 341–387 (= North-Holland Linguistic Series 31) |
| Diebold, Huchen | A. Richard Diebold, Jr.: The Evolution of Indo-European Nomenclature for Salmonid Fish: The Case of ,Huchen’ (Hucho spp.) . Washington 1985, ISBN 0-941694-24-0 (= Journal of Indo-European Studies, Monograph Series 5) |
| Kluge | Friedrich Kluge : Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache , 1. bis 8. Aufl., Straßburg 1883 bis 1915, 9. bis 24. Aufl., Berlin 1921 bis 2002 |
| Schrader, Sprachvergleichung | Otto Schrader : Sprachvergleichung und Urgeschichte. Linguistisch-historische BeitrÀge zur Erforschung des indogermanischen Altertums . Alle Jena, 1. Aufl. 1883, 2. Aufl. 1890, 3. Aufl. 1906 |
| Schrader, Reallexikon | Otto Schrader : Reallexikon der indogermanischen Altertumskunde. GrundzĂŒge einer Kultur- und Völkergeschichte Alteuropas . 1. Auflage Straßburg 1901, 2. Auflage, herausgegeben von Alfons Nehring, Berlin, Leipzig, 1917–1929 |
| ZVS | Zeitschrift fĂŒr vergleichende Sprachforschung , nach ihrem GrĂŒnder Adalbert Kuhn auch Kuhns Zeitschrift . Wie in der neueren indogermanistischen Literatur ĂŒblich, ist hier das traditionelle KĂŒrzel KZ durch ZVS ersetzt; seit 1988 unter dem Titel Historische Sprachforschung |

cite-note-11. ↑ Schrader, Sprachvergleichung. 1. Aufl., S. 84
cite-note-22. ↑ Übersicht bei Schrader, Sprachvergleichung. 3. Aufl., S. 85–100
cite-note-33. ↑ Karl Penka: Origines ariacae. Linguistisch-ethnologische Untersuchungen zur Ă€ltesten Geschichte der arischen Völker und Sprachen. Wien, Teschen 1883
cite-note-44. ↑ Ernst Krause: Tuisko-Land, der arischen StĂ€mme und Götter Urheimat. ErlĂ€uterungen zum Sagenschatze der Veden, Edda, Ilias und Odyssee. Glogau 1891
cite-note-55. ↑ Johannes Schmidt: Die Urheimat der Indogermanen und das europĂ€ische Zahlsystem. In: Abhandlungen der kgl. preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Phil.-Hist. Klasse, Berlin 1890, S. 13. Siehe auch Paul Kretschmer: Einleitung in die Geschichte der griechischen Sprache. 1. Aufl. 1896, 2. unv. Aufl. Göttingen 1970, S. 108
cite-note-66. ↑ Schrader: Reallexikon. 1. Aufl., s. v. Fisch
cite-note-77. ↑ Zusammenstellung der Ansichten Schrader: Reallexikon. 1. Aufl., S. 878–896, s. v. Urheimat
cite-note-88. ↑ August Fick: Vergleichendes Wörterbuch der Indogermanischen Sprachen, 2. Band, Göttingen Âł1876, S. 651, 765
cite-note-99. ↑ Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, Band 12, Leipzig 1885, Sp. 30, s. v. Lachs. Die Lieferung stammt von 1877, vgl. Band 33, Quellenverzeichnis, Stuttgart/Leipzig 1971, S. 1074
cite-note-1010. ↑ Kluge, 1. Aufl. 1883, s. v. Lachs. Die Lieferung stammt von 1882, nach Adolph Russell: Gesammt-Verlags-Katalog des Deutschen Buchhandels, ein Bild deutscher Geistesarbeit und Cultur. Band 9, Straßburg 1881/82, S. 1218
cite-note-1111. ↑ Schrader: Sprachvergleichung. 1. Aufl., S. 85
cite-note-1212. ↑ Karl Penka: Die Herkunft der Arier. Teschen, Wien 1886, S. 46 f.
cite-note-1313. ↑ Schrader: Sprachvergleichung. 2. Aufl., S. 165
cite-note-1414. ↑ Johannes Schmidt: Die Urheimat der Indogermanen und das europĂ€ische Zahlsystem. In: Abhandlungen der kgl. preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, phil.-hist. Klasse, Berlin 1890, S. 20
cite-note-1515. ↑ Schrader: Reallexikon. 1. Aufl., S. 494, s. v. Lachs
cite-note-1616. ↑ Kluge, 1. Aufl. 1883 bis 8. Aufl. 1915, alle s. v. Lachs. Die 8. Auflage war „im SpĂ€tjahr 1914“ abgeschlossen, dort S. X.
cite-note-1717. ↑ Paul Kretschmer: Einleitung in die Geschichte der griechischen Sprache. 1. Aufl., Göttingen 1896, zitiert bei Willy Krogmann: Das Lachsargument. In: ZVS 76 (1960), S. 161
cite-note-1818. ↑ Emil Sieg, Wilhelm Siegling: Tocharisch, die Sprache der Indoskythen. VorlĂ€ufige Bemerkungen ĂŒber eine bisher unbekannte indogermanische Literatursprache. In: Sitzungsberichte der kgl. preußischen Akademie der Wissenschaften 36 (1908), S. 915–934.
cite-note-1919. ↑ Otto Schrader: Die Indogermanen. Leipzig 1911 (=Wissenschaft und Bildung 77), S. 158 f., auch S. 10 und S. 33. In der zweiten, nach Schraders Tod stark umgearbeiteten Auflage ist der Hinweis auf das tocharische Lachswort nicht mehr enthalten; vgl. Otto Schrader: Die Indogermanen, neu bearbeitet von Hans Krahe, Leipzig 1935. Lothar Kilian meinte, Schrader habe das tocharische Wort nicht gekannt; in: Zum Ursprung der Indogermanen, Bonn 1983, S. 38, ISBN 3-7749-2035-4; vgl. auch ders.: De l’origine des Indo-EuropĂ©ens, Editions du Labyrinthe, Paris 2000, S. 51, ISBN 2-86980-029-0. FĂŒr Wolfgang Krause: Zum Namen des Lachses, in: Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-historische Klasse 1961, S. 83, und Albert Joris van Windekens, L’origine directe et indirecte de thokarien B laks „poisson“, in: Zeitschrift der Deutschen MorgenlĂ€ndischen Gesellschaft 120 (1970), S. 305, ist der Entdecker Sylvain LĂ©vi, Remarques sur les formes grammaticales de quelques textes en tokharien I, in: MĂ©moires de la SociĂ©tĂ© de linguistique de Paris 18 (1912–1914) S. 1–33, 381–423, hier S. 389 (1914). Krause benutzt allerdings wie Schrader die Formulierung, das Lachswort sei „aufgetaucht“. Ob Schrader das tocharische Lachswort durch Korrespondenz mit einem Bearbeiter der Fragmente kannte, ist unerforscht; die tocharischen Wörter fĂŒr Salz und SĂ€en erfuhr er von Sieg und Siegling (Indogermanen S. 160).
cite-note-2020. ↑ Otto Schrader: Die Indogermanen. Leipzig 1911 (=Wissenschaft und Bildung 77), S. 10 f.
cite-note-2121. ↑ Herman Hirt: Etymologie der neuhochdeutschen Sprache. 2. Aufl. 1921, Nachdruck MĂŒnchen 1968, S. 186
cite-note-2222. ↑ Franz Specht: Der Ursprung der Indogermanischen Deklination. Göttingen 1944, S. 30
cite-note-2323. ↑ Julius Pokorny: Die Stellung des Tocharischen im Kreise der indogermanischen Sprachen. In: Berichte des Forschungs-Institutes fĂŒr Osten und Orient, 3 (1923), S. 50 f.
cite-note-2424. ↑ Julius (= John) Loewenthal: Thalatta, Untersuchungen zur Ă€lteren Geschichte der Indogermanen. In: Wörter und Sachen 10 (1927), S. 141
cite-note-2525. ↑ Einleitend: Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Berlin 1998, s. v. Arier
cite-note-2626. ↑ Julius (= John) Loewenthal: Thalatta, Untersuchungen zur Ă€lteren Geschichte der Indogermanen. In: Wörter und Sachen 10 (1927), S. 178
cite-note-2727. ↑ Helmut Arntz: Herman Hirt und die Heimat der Indogermanen. In: Helmut Arntz (Hrsg.): Germanen und Indogermanen, Festschrift fĂŒr Herman Hirt. Band 2, Heidelberg 1936, S. 26. Arntz zitierte hier einen Aufsatz Hirts aus dem Jahr 1894.
cite-note-2828. ↑ Alfred Götze (Hrsg.): TrĂŒbners Deutsches Wörterbuch. Band 4 (1943), S. 329, s. v. Lachs. Vgl. Wenke MĂŒckel: TrĂŒbners deutsches Wörterbuch (Band 1–4) – ein Wörterbuch aus der Zeit des Nationalsozialismus. Eine lexikografische Analyse der ersten vier BĂ€nde (erscheinen 1939–1943). TĂŒbingen 2005 (= Lexicographica, Series Major Band 125). Zu Götzes NS-AffinitĂ€t siehe S. 70–72. Die gleichfalls von Götze herausgegebenen 11. und 12./13. Auflagen von Kluges Etymologischem Wörterbuch (1934 und 1943) erwĂ€hnen das Lachsargument ebenfalls nicht. Götzes Schweigen darĂŒber blieb in der Literatur unerwĂ€hnt.
cite-note-2929. ↑ Robert Heine-Geldern: Das Tocharerproblem und die Pontische Wanderung. In: Saeculum II (1951), S. 247
cite-note-3030. ↑ Paul Thieme: Die Heimat der indogermanischen Gemeinsprache. In: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse 1953 Nr. 11, Wiesbaden 1954, S. 551. Anders Manfred Mayrhofer, in: Studien zur indogermanischen Grundsprache, Heft 4 (1952), S. 46
cite-note-3131. ↑ Willy Krogmann: Das Lachsargument. In: ZVS 76 (1960), S. 171
cite-note-3232. ↑ „une bonne documentation archĂ©ologique pour jeter une lumiĂšre sur des Ă©vĂšnements qu’à mon avis cette discipline ne peut Ă©clairir“, Denis Sinor: Introduction Ă  l'Ă©tude de l’Eurasie centrale, Wiesbaden 1963, S. 223
cite-note-3333. ↑ Wsewolod Miller: Ossetisch-russisch-deutsches Wörterbuch, Band 2, Leningrad 1929, S. 766
cite-note-3434. ↑ „[
] can scarcely be a loan-word from Russian losoƛ“, Georg Morgenstierne. In: Norsk Tidskrift for Sprakvidenskap 6 (1934), S. 120, zitiert nach Paul Thieme: Die Heimat der indogermanischen Gemeinsprache. In: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse 1953 Nr. 11, Wiesbaden 1954, S. 557. „Keinerlei Grund“ („aucune raison“) fĂŒr die Herkunft aus einer anderen Sprache sah Émile Benveniste: Études sur la langue ossĂšte. Paris 1959, S. 125
cite-note-3535. ↑ Sten Konow, in: Norsk Tidskrift for Sprakvidenskap 13 (1942) 214, zitiert nach Paul Thieme: Die Heimat der indogermanischen Gemeinsprache. In: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse 1953 Nr. 11, Wiesbaden 1954, S. 557. Dazu Harold Water Bailey: Analecta Indoscythica I In: Journal of the Royal Asiatic Society 26 (1953), S. 95, zitiert nach Émile Benveniste: Études sur la langue ossùte. Paris 1959, S. 125, Anm. 1
cite-note-3636. ↑ Paul Thieme: Die Heimat der indogermanischen Gemeinsprache. In: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse 1953 Nr. 11, Wiesbaden 1954, S. 557
cite-note-3737. ↑ Willy Krogmann: Das Lachsargument. In: ZVS 76 (1960), S. 166
cite-note-3838. ↑ Willy Krogmann: Das Lachsargument. In: ZVS 76 (1960), S. 167 f.
cite-note-3939. ↑ Paul Thieme: Der Lachs in Indien. In: ZVS 69 (1951) S. 209–216. Ders.: Die Heimat der indogermanischen Gemeinsprache. In: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse 1953 Nr. 11, Wiesbaden 1954, S. 535–614. Ders.: The Indo-European Language. In: Scientific American, Oktober 1958, S. 74.
cite-note-4040. ↑ Paul Thieme: Der Lachs in Indien. In: ZVS 69 (1951) S. 209–212
cite-note-4141. ↑ Paul Thieme: Der Lachs in Indien. In: ZVS 69 (1951) S. 215
cite-note-4242. ↑ Walter Porzig: Die Gliederung des indogermanischen Sprachgebiets. Heidelberg 1954, S. 184
cite-note-4343. ↑ Manfred Mayrhofer: Altindisch lakáčŁÄ. Die Methoden einer Etymologie. In: Zeitschrift der Deutschen MorgenlĂ€ndischen Gesellschaft 105 (1955), S. 175–183. Aus semantischen GrĂŒnden sei dieser Vorschlag Thiemes zweifellos akzeptabel, „undoubtedly acceptable“, jedoch nicht aus etymologischen, meinten VaclĂĄv BlaĆŸek u. a.: Old Prussian Fish-names. In: Baltistica 39 (2004), S. 112–114. Die Lack-Hypothese Thiemes ist erwĂ€hnt in Thomas W. Gamkrelidse, Wjatscheslaw W. Iwanow: Die FrĂŒhgeschichte der indoeuropĂ€ischen Sprachen. In: Spektrum der Wissenschaft, Dossier: Sprachen, 2006, S. 50–57, online
cite-note-4444. ↑ Willy Krogmann: Das Lachsargument. In: ZVS 76 (1960), S. 173
cite-note-4545. ↑ Willy Krogmann: Das Lachsargument. In: ZVS 76 (1960), S. 173 f. Zustimmend auch VaclĂĄv BlaĆŸek u. a.: Old Prussian Fish-names. In: Baltistica 39 (2004), S. 112–114. Nur der italienische Indogermanist Vittore Pisani fand den Ansatz „indiskutabel“, „non [
] nemmeno da discutere“, Vittore Pisani, in: Paideia 6 (1951), S. 184, zitiert nach Paul Thieme: Die Heimat der indogermanischen Gemeinsprache. In: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse 1953 Nr. 11, Wiesbaden 1954, S. 553 Anm. 4.
cite-note-4646. ↑ Kluge, 17. Aufl. 1957 bis 21. Aufl. 1975, alle s. v. Lachs
cite-note-4747. ↑ Der losdi enthaltende Band 3 von Hratschia Adscharjan (Hrač'ya Ačaáč™yan): Hajerēn armatakan baáč™aran (Armenisches etymologisches Wurzelwörterbuch), Jerewan 1926 ff. war 1929 abgeschlossen.
cite-note-dieb368-4848. ↑ Diebold, Contributions, S. 368
cite-note-4949. ↑ Wilhelm Meyer-LĂŒbke: Romanisches etymologisches Woerterbuch. 3. Aufl., Heidelberg 1935, S. 413, s. v. lƏcca
cite-note-5050. ↑ George Sherman Lane: Tocharian. Indo-European and Non-Indo-European Relationships. In: Indo-European and Indo-Europeans. Papers presented at the Third Indo-European Conference at the University of Pennsylvania, Philadelphia 1970, S. 83
cite-note-5151. ↑ Diebold, Contributions, S. 361
cite-note-5252. ↑ Diebold, Huchen, S. 8
cite-note-diebold-huchen-s-32-5353. ↑ Diebold, Huchen, S. 32
cite-note-dieb50-5454. ↑ Diebold, Huchen, S. 50
cite-note-5555. ↑ Douglas Q. Adams: PIE *lokso-, (anadromous) brown trout’ and *kokso-, groin’ and their descendants in Tocharian: A coda to the Lachsargument. In: Indogermanische Forschungen 90 (1985), S. 72–78.
cite-note-5656. ↑ Winfred P. Lehmann: Die gegenwĂ€rtige Richtung der indogermanistischen Forschung. Budapest 1992, S. 26
cite-note-5757. ↑ „Armenisch losdi, Lachs', ossetisch léség, Lachs',“ Johann Tischler: Fische. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Aufl., Band 9, Walter de Gruyter, Berlin – New York 1995, S. 121. „But it was later observed that the salmon are also found in the rivers of southern Russia“, Robert Stephen Paul Beekes: Comparative Indo-European linguistics. An Introduction. Amsterdam 1995, S. 48
cite-note-5858. ↑ „Auf die Frage kann hier nicht nĂ€her eingegangen werden“. Frank Heidermanns: Lachs. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Aufl., Band 17, Walter de Gruyter, Berlin – New York 2000, S. 529
cite-note-5959. ↑ Manfred Mayrhofer: Altindisch laksa. Die Methoden einer Etymologie. In: Zeitschrift der Deutschen MorgenlĂ€ndischen Gesellschaft 105 (1955), S. 180
cite-note-6060. ↑ Vgl. Douglas Q. Adams: PIE *lokso-, (anadromous) brown trout’ and *kokso- ‘groin’ and their descendants in Tocharian: A coda to the Lachsargument. In: Indogermanische Forschungen 90 (1985), S. 72–78
cite-note-6161. ↑ GĂŒnter Neumann, Heinrich Beck: Buche. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 4, Walter de Gruyter, Berlin – New York 1981, S. 56 f.; Winfred P. Lehmann: Die gegenwĂ€rtige Richtung der indogermanistischen Forschung. Budapest 1992, S. 25
cite-note-6262. ↑ Diese Zusammenstellung mit Schreibweisen fußt auf VaclĂĄv BlaĆŸek u. a.: Old Prussian Fish-names. In: Baltistica 39 (2004), S. 107–125, bes. 112–114. ErgĂ€nzungen sind einzeln belegt. Vgl. auch die Zusammenstellung bei Diebold, Contributions, S. 350–353.
cite-note-6363. ↑ John A. Simpson: Oxford English Dictionary. 2. Aufl. Oxford 1989, s. v. lax sb.1
cite-note-6464. ↑ George Vaughan Chichester Young, Cynthia R. Clewer: Fþroysk-ensk orðabók. Peel (Isle of Man) 1985, s. v. laksur
cite-note-6565. ↑ Diebold, Contributions, S. 351, jedoch ohne Lemma im Middelnederlandsch Woordenboek und im Woordenboek der Nederlandsche Taal
cite-note-6666. ↑ Kluge, 1. bis 5. Aufl. 1883–1894, alle s. v. Lachs
cite-note-6767. ↑ Kluge, 1. bis 10. Aufl. 1883–1924, alle s. v. Lachs
cite-note-6868. ↑ John A. Simpson: Oxford English Dictionary. 2. Aufl. Oxford 1989, s. v. lox sb.2. – Ron Rosenbaum: A Lox on Your House. How Smoked Salmon Sold Its Soul and Lost Its Flavour. In: New Republic, 29. Januar 2013, online, abgerufen am 29. Januar 2013
cite-note-6969. ↑ Johann Sehwers: Sprachlich-kulturhistorische Untersuchungen vornehmlich ĂŒber den deutschen Einfluss im Lettischen. Wiesbaden 1953, Nachdr. der 1. Aufl. Leipzig 1936, S. 69. Dazu auch Jānis RÄ«teris: LietuviĆĄkai-latviĆĄkas ĆŸodynas (Litauisch-lettisches Wörterbuch). Riga 1929 sowie Beniaminas Serejskis: LietuviĆĄkai-rusiĆĄkas ĆŸodynas (Litauisch-russisches Wörterbuch). Kaunas 1933, zitiert nach Ernst Fraenkel: Litauisches Etymologisches Wörterbuch. Heidelberg 1962, Bd. 1 S. 341 f., s. v. laĆĄiĆĄa. Zu den litauischen Formen siehe Jonas Baronas: Rusu̜ lietuviu̜ ĆŸodynas (Russisch-litauisches Wörterbuch). Kaunas 1932, Nachdr. Nendeln 1968, ferner Adalbert Bezzenberger: Litauische Forschungen. BeitrĂ€ge zur Kenntniss der Sprache und des Volkstumes der Litauer. Göttingen 1882 sowie Hermann Frischbier: Preussisches Wörterbuch. Bd. 1 S. 202, alle zitiert nach Jonas Kruopas: Lietuviu̜ kalbos ĆŸodynas (Wörterbuch der litauischen Sprache), Band 7, Vilnius 1966, S. 171 f., s. v. laĆĄvaras, laĆĄvoras. Vgl. auch: Stuart E. Mann: An Indo-European comparative dictionary. Hamburg 1984–87, Band 1, Sp. 662, s. v. lāឱƫs. – Zuletzt: Anthony Jakob: The paleo-Baltic substrate: a methodological exploration. In: Santeri Junttila: E litoribus Balticis etymologiae, Helsinki 2024 (= Uralica Helsingiensia Band 15) S. 123–162, hier S. 133 f., online, abgerufen am 11. Oktober 2024
cite-note-7070. ↑ vgl. BogumiƂ Ć wjela: Deutsch-niedersorbisches Taschenwörterbuch. Bautzen 1953, s. v. Lachs
cite-note-7171. ↑ Witczak hĂ€lt eine iranische Abkunft von ungarisch lazac zu ossetisch lĂŠsĂŠg fĂŒr möglich, vgl. Krzysztof Tomasz Witczak: RomaƄska nazwa ƛliza (*locca) w indoeuropejskiej perspektywie (Der romanische Name der Schmerle (*locca) in indoeuropĂ€ischer Perspektive). In: Studia romanica et linguistica thorunensia, Band 4 (2004), S. 136
cite-note-7272. ↑ Stuart E. Mann, Armenian and Indo-European historical phonology, London 1963, zitiert nach Diebold, Contributions, S. 354. Vgl. auch Stuart E. Mann: An Indo-European comparative dictionary. Hamburg 1984–87, Band 1, Sp. 661, s. v. laឱǝsos. Kritisch zur Aussagekraft George Sherman Lane: Tocharian. Indo-European and Non-Indo-European Relationships. In: Indo-European and Indo-Europeans. Papers presented at the Third Indo-European Conference at the University of Pennsylvania, Philadelphia 1970, S. 85. Krzysztof Tomasz Witczak: RomaƄska nazwa ƛliza (*locca) w indoeuropejskiej perspektywie (Der romanische Name der Schmerle (*locca) in indoeuropĂ€ischer Perspektive). In: Studia romanica et linguistica thorunensia, Band 4 (2004), S. 134, sieht armenisch *loc'-, nicht *los- als Anschluss von indogermanisch *lĂłáž±s-, benutzt es aber S. 137 doch als Beleg fĂŒr den Wurzelvokalismus -o-.
cite-note-7373. ↑ Wolfgang Krause: Zum Namen des Lachses. In: Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, philologisch-historische Klasse 1961, S. 98. So hĂ€lt Kluge s. v. Lachs in der 23. und 24. Auflage (1995, 2002) lĂŠsĂŠg fĂŒr „wohl entlehnt oder nicht zugehörig“. Die Entlehnungstheorie gilt BlaĆŸek als „improbable“, „unwahrscheinlich“, VaclĂĄv BlaĆŸek u. a.: Old Prussian Fish-names. In: Baltistica 39 (2004), S. 113
cite-note-7474. ↑ Revista portuguesa [19]23, S. 128, zitiert nach Wilhelm Meyer-LĂŒbke: Romanisches etymologisches Woerterbuch. 3. Aufl., Heidelberg 1935, S. 413, s. v. lƏcca
cite-note-7575. ↑ Charles FrĂ©dĂ©ric Franceson: Neues Spanisch-Deutsches und Deutsch-Spanisches Wörterbuch. 3. Aufl., Band 1, Leipzig 1862, s. v. locha, loche, loja
cite-note-7676. ↑ Krzysztof Tomasz Witzak: RomaƄska nazwa ƛliza (*locca) w indoeuropejskiej perspektywie (Der romanische Name der Schmerle (*locca) in indoeuropĂ€ischer Perspektive). In: Studia romanica et linguistica thorunensia, Band 4 (2004), S. 131–137, Summary S. 137
cite-note-7777. ↑ Stuart E. Mann: An Indo-European comparative dictionary. Hamburg 1984–87, Band 1, Sp. 661, s. v. laឱǝsos
cite-note-7878. ↑ Stuart E. Mann: The cradle of the „Indo-Europeans“: Linguistic evidence. In: Man 43 (1943), S. 74–85. Deutsch unter dem Titel: Die Urheimat der IndoeuropĂ€er. In: Anton Scherer: Die Urheimat der Indogermanen. Darmstadt 1968, S. 224–255, hier S. 232. Italienisch laccia bereits bei Johann Christian August Heyse: Handwörterbuch der deutschen Sprache. Band 2, Magdeburg 1849, S. 2, s. v. Lachs
cite-note-7979. ↑ Wiktionary s. v. Lachs
cite-note-8080. ↑ August Fick: Vergleichendes Wörterbuch der Indogermanischen Sprachen. 4. Aufl., Band 1, Göttingen 1890, S. 531
cite-note-8181. ↑ Schrader, Reallexikon. 1. Aufl., S. 495, s. v. Lachs.
cite-note-8282. ↑ Herbert Petersson: Studien ĂŒber die indogermanische Heteroklisie. In: Skrifter av vetenskaps-societeten i Lund, Band 1, Lund 1921, S. 20
cite-note-8383. ↑ Alois Walde: Vergleichendes Wörterbuch der indogermanischen Sprachen. Band 2, Berlin und Leipzig 1927, S. 380 f., s. v. laáž±s-, sowie Julius Pokorny: Indogermanisches Etymologisches Wörterbuch. Band 1, 1. Aufl. 1959, S. 653, s. v. laáž±-
cite-note-8484. ↑ A. Senn: Die Beziehungen des Baltische zum Slavischen und Germanischen. In: ZVS 70 (1954), S. 179. Dazu Willy Krogmann: Das Lachsargument. In: ZVS 76 (1960), S. 177
cite-note-8585. ↑ James P. Mallory: The Oxford Introduction to Proto-Indo-European and the Proto-Indo-European world. Oxford 2006, S. 146; vgl. *loksos bei Robert Stephen Paul Beekes: Comparative Indo-european linguistics. An introduction. Amsterdam 1995, S. 48
cite-note-8686. ↑ VaclĂĄv BlaĆŸek u. a.: Old Prussian Fish-names. In: Baltistica 39 (2004), S. 113, unter Berufung auf James P. Mallory, Douglas Q. Adams: Encyclopedia of Indo-European culture. London 1997, S. 497
cite-note-8787. ↑ Frank Heidermanns: Lachs. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Aufl. Band 17, Walter de Gruyter, Berlin – New York 2000, S. 528
cite-note-8888. ↑ Krzysztof Tomasz Witczak: RomaƄska nazwa ƛliza (*locca) w indoeuropejskiej perspektywie (Der romanische Name der Schmerle (*locca) in indoeuropĂ€ischer Perspektive). In: Studia romanica et linguistica thorunensia, Band 4 (2004), S. 137
cite-note-8989. ↑ Julius Pokorny: Indogermanisches Etymologisches Wörterbuch, Band 1, 1. Aufl. 1959, S. 653, s. v. lak-
cite-note-9090. ↑ John Loewenthal: Ahd. lahs. In: ZVS 52 (1924), S. 98
cite-note-9191. ↑ Julius Pokorny: Indogermanisches etymologisches Wörterbuch. Bern, TĂŒbingen 1959 ff., S. 673; zuerst bei August Fick: Vergleichendes Wörterbuch der Indogermanischen Sprachen. 1. Theil, 4. Aufl., Göttingen 1890, s. v. laqsi-s
cite-note-krau97-9292. ↑ Wolfgang Krause: Zum Namen des Lachses. In: Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, philologisch-historische Klasse 1961, S. 97
cite-note-9393. ↑ So Kluge, 20. Aufl. 1967 bis 24. Aufl. 2002, alle s. v. Lachs. Dagegen Diebold, Contributions, S. 358
cite-note-9494. ↑ Paul Thieme: Der Lachs in Indien. In: ZVS 69 (1951) S. 209
cite-note-9595. ↑ Paul Thieme: Die Heimat der indogermanischen Gemeinsprache. In: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse 1953 Nr. 11, Wiesbaden 1954, S. 558 Anm. 1
cite-note-9696. ↑ Wolfgang Krause: Zum Namen des Lachses. In: Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, philologisch-historische Klasse 1961, S. 93
cite-note-9797. ↑ Kerttu MĂ€ntylĂ€: Lachs. In: Orbis 19 (1970), S. 172 f.; MĂ€ntylĂ€ bezeichnet loch als „keltisch“.
cite-note-9898. ↑ jedoch Kluge, z. B. 24. Auflage, s. v. Lachs, Literaturangaben
cite-note-9999. ↑ Heinrich Wagner: Zum indogermanischen Lachs-Problem. In: Zeitschrift fĂŒr celtische Philologie. Band 32 (1972), S. 75. ZunĂ€chst Schrader, Reallexikon, 1. Aufl., S. 494, s. v. Lachs. Vgl. auch Louis H. Gray: On the etymology of certain celtic words for salmon. In: American Journal of Philology. Band 49 (1928), S. 343–347, sowie Julius Pokorny: Die Stellung des Tocharischen im Kreise der indogermanischen Sprachen. In: Berichte des Forschungs-Institutes fĂŒr Osten und Orient. Band 3 (1923), S. 50 f., Anm. 2. Zu Pokornys Skepsis, altirisch bratĂĄn „Lachs“ zu brat „Raub“ zu stellen, und zu Grays VorschlĂ€gen dazu vgl. Wolfgang Krause: Zum Namen des Lachses. In: Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, philologisch-historische Klasse 1961, S. 95
cite-note-100100. ↑ R. Larry Trask: Etymological Dictionary of Basque. Hrsg.: Max W. Wheeler. University of Sussex, Falmer, UK 2008, S. 236 (archivierte PDF (Memento vom 7. Juni 2011 im Internet Archive) [abgerufen am 17. September 2013]).
cite-note-101101. ↑ John P. Lindstroth: Arrani, Arrain, Arrai. En torno al protovasco Arrani y sus derivaciones lingĂŒĂ­sticas. In: Fontes linguae vasconum. Studia et documenta. Band 30 (1998), S. 403
cite-note-102102. ↑ Heinrich Wagner: Zum indogermanischen Lachs-Problem. In: Zeitschrift fĂŒr celtische Philologie. Band 32 (1972), S. 75. Vgl. Julius Pokorny: Die Stellung des Tocharischen im Kreise der indogermanischen Sprachen. In: Berichte des Forschungs-Institutes fĂŒr Osten und Orient, 3 (1923), S. 51
cite-note-103103. ↑ Edmond Destaing: Dictionnaire français-berbĂšre (dialecte des Beni-Snous). Paris 1914, S. 282 f., zitiert nach Heinrich Wagner: Zum indogermanischen Lachs-Problem. In: Zeitschrift fĂŒr celtische Philologie. Band 32 (1972), S. 76
cite-note-104104. ↑ Diebold, Contributions, S. 351. Bei Diebold fehlt allerdings schottisch lax, s. o.
cite-note-105105. ↑ Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, Band 14, Sp. 1697 f., s. v. Salm
cite-note-106106. ↑ Diebold, Huchen, S. 4, 16 ff.
cite-note-107107. ↑ Johann Friedrich SchĂŒtze: Holsteinisches Idiotikon. Band 3, Hamburg 1802, S. 14
cite-note-108108. ↑ Fishbase s. v. Lachsforelle.
cite-note-109109. ↑ Diebold, Huchen, S. 30